Dienstag, 24. Juni 2008
Lebensabschnittsgefährten
domingos, 09:36h
Nina kannte Sarah aus Studienzeiten. Sie studierten gemeinsam, sasßen in der gleichen Lerngruppe, gingen gemeinsam mensen, trafen sich auf Partys und hatten einenn gemeinsamen Bekanntenkreis.
Sarah war eine nette Person, immer gut drauf, immer bereit, mitzutrinken, immer einen coolen Spruch drauf. Und die Nacht durchtanzen konnte sie auch. Dass sie immer so langweilige Typen abschleppte, war dann doch nebensächlich.
Nina fiel erst später auf, später, als das Studium vorbei war, dass sie Sarah eigentlich gar nicht kannte. Wenn man mit zehn Personen in die laute Mensa geht, mit zehn Personen auf die Disco, sich mit dreißig anderen Leuten volllaufen und wegkiffen ließ, dann schien man sich über nichts von Belang zu unterhalten. War das der eigentliche Sinn, warum man nie in kleinen Gruppen wegging, nie den Alkohol wegließ und nie die Musik leiser drehte, damit jede Unterhaltung im Keim erstickt werden konnte?
Das merkte sie erst, als das Studium vorbei war, die meisten Studienkollegen weggezogen oder irgend wie unsichtbar geworden waren. Da war sie gezwungen, mit Sarah, ihrer Freundin, auch über ernsthafte Themen zu reden.
Doch Nina merkte schnell, und Sarah schien es zu wissen, dass sie beide niemals richtige Freundinnen waren. Sie kamen nie über diese feine, aber dennoch starke Schwelle hinaus, in der bloße oberflächliche Sympathie sich in echte Zuneigung verwandelte.
Sarah schien eine Art Fassade vor sich herzutragen, in der sie eine Partymaus war, während sie einen verborgenen Teil besaß, den sie nicht einmal vor sich selbst offenbaren mochte, geschweige denn vor jemandem anderen. Sie schien gar keine echten Freunde zu haben, sondern nur oberflächliche Beziehungen, in denen ernsthafte Gespräche so selten waren wie eine Nacht ohne Alkohol.
Nina mochte keine Tiefen, weder tiefe Menschen noch tiefe Beziehungen. Sie wollte sich nicht vom melancholischen Leuten langweilen lassen, sondern das Leben in vollen Zügen genießen.
Deshalb war die Bekanntschaft mit Sarah schnell vorbei, als Sarah zu arbeiten anfing und immer komischer wurde. So etwas ging erstaunlich schnell, man rief sich nicht mehr an, mailte und simste nicht mehr, ging auf Partys aneinander vorbei, tat so, als hätte man sich nicht gesehen und hätte sich ohnehin nie gekannt oder gemocht. Was wohl auch stimmte.
Sarah war eine nette Person, immer gut drauf, immer bereit, mitzutrinken, immer einen coolen Spruch drauf. Und die Nacht durchtanzen konnte sie auch. Dass sie immer so langweilige Typen abschleppte, war dann doch nebensächlich.
Nina fiel erst später auf, später, als das Studium vorbei war, dass sie Sarah eigentlich gar nicht kannte. Wenn man mit zehn Personen in die laute Mensa geht, mit zehn Personen auf die Disco, sich mit dreißig anderen Leuten volllaufen und wegkiffen ließ, dann schien man sich über nichts von Belang zu unterhalten. War das der eigentliche Sinn, warum man nie in kleinen Gruppen wegging, nie den Alkohol wegließ und nie die Musik leiser drehte, damit jede Unterhaltung im Keim erstickt werden konnte?
Das merkte sie erst, als das Studium vorbei war, die meisten Studienkollegen weggezogen oder irgend wie unsichtbar geworden waren. Da war sie gezwungen, mit Sarah, ihrer Freundin, auch über ernsthafte Themen zu reden.
Doch Nina merkte schnell, und Sarah schien es zu wissen, dass sie beide niemals richtige Freundinnen waren. Sie kamen nie über diese feine, aber dennoch starke Schwelle hinaus, in der bloße oberflächliche Sympathie sich in echte Zuneigung verwandelte.
Sarah schien eine Art Fassade vor sich herzutragen, in der sie eine Partymaus war, während sie einen verborgenen Teil besaß, den sie nicht einmal vor sich selbst offenbaren mochte, geschweige denn vor jemandem anderen. Sie schien gar keine echten Freunde zu haben, sondern nur oberflächliche Beziehungen, in denen ernsthafte Gespräche so selten waren wie eine Nacht ohne Alkohol.
Nina mochte keine Tiefen, weder tiefe Menschen noch tiefe Beziehungen. Sie wollte sich nicht vom melancholischen Leuten langweilen lassen, sondern das Leben in vollen Zügen genießen.
Deshalb war die Bekanntschaft mit Sarah schnell vorbei, als Sarah zu arbeiten anfing und immer komischer wurde. So etwas ging erstaunlich schnell, man rief sich nicht mehr an, mailte und simste nicht mehr, ging auf Partys aneinander vorbei, tat so, als hätte man sich nicht gesehen und hätte sich ohnehin nie gekannt oder gemocht. Was wohl auch stimmte.
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