Montag, 23. Juni 2008
Immer auf der Kippe
Ich hatte mir immer Sorgen gemacht. Sorgen um die Zukunft, um die Gegenwart, Sorgen darüber, nicht beliebt zu sein.
Ich dachte, solche Dinge würden sich von selbst erledigen, wenn ich erst einmal einen festen Job hätte, einen festen Freund - muss ja kein toller Typ sein, eine Familie in spe, ein Reihenhaus, all dieses Zeug.
Manchmal habe ich immer noch den Eindruck, ein Kind zu sein. Eitlen Phantasien nachzuhängen darüber, was alles passieren könnte, so etwas wie ein unbeschwertes Leben zu haben.
Als ich dann endlich den festen Job hatte merkte ich, dass es das nicht sein konnte. Wir scheinen unser Glück immer auf bestimmte Ereignisse in die Zukunft zu verschieben. Morgen wird schon alles gut werden, sagen wir. Aber es scheint niemals gut zu werden.
Mir schien es, als ob ich auf der Stelle träte, als ob ich selbst daran schuld sei, dass meine Träume aufhörten, weil ich nicht mehr daran glaubte, dass irgendwas irgendwann besser werden würde.

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