Montag, 23. Juni 2008
Junges Unglück
Als ich Sarah das erste Mal sah, wußte ich sofort, dass sie Ärger machen würde. Sie war jung und hübsch und legte eine Bravheit und Zurückhaltung an den Tag, die überaus gekünstelt wirkte. Doch in ihrer Körperhaltung lag etwas Rebellisches und wenn sie sich unbeobachtet fühlte, blitzte etwas Aggressives in ihren Augen auf.
Ich hatte zu viel zu tun, musste an meienr Karriere arbeiten und war daher nicht besonders angetan darüber, mir mit ihr ein Büro teilen zu müssen. Sie war keine Konkurrenz für mich, nur ein Störfaktor, den ich auszublenden suchte. Ich spürte sehr bald eine Fahrigkeit, etwas Unruhiges in ihrem Verhalten. In einem Büro merkt man so etwas sehr schnell, diese Veränderung im Verhalten, das etwas andere Atmen, die Heftigkeit von Bewegungen. Das Temprament läßt sich nicht lange verstecken.
Ich wartete nur darauf, dass Sarah explodieren würde, hoffte es sogar ein wenig, denn dann wäre ihre Zukufnt in unserem Unternehmen bald vorbei.
Irgendwie schaffte sie es doch, sich zusammenzureießen und wurde eingestellt. Schlimmer, sie saß nun dauerhaft in meinem Büro. Ich schaffte es aber, sie weitgehend zu ignorieren und ihr die kalte Schulter zu zeigen. Das Küken schien mit der Zeit immer unruhiger zu werden, jeden Tag konnte dieser kleine Vulkan ausbrechen.

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