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Samstag, 12. Juli 2008
As I lay Dreaming II
domingos, 20:37h
Ich lüge oft, auch wenn ich persönlich in dem Glauben erzogen wurde, Lügen sei schlecht. Die Wahrheit schmerzt manchmal, vor allem einem Kind, das kaum etwas hat, aber von reichen Kindern umgeben ist.
Ich bin heute nicht in der Lage, mit anderen Menschen über meine Probleme zu reden. Vielleicht ist das eine der Ursachen dafür, dass meine Träume aufhörten.
Vielleicht hatte es aber damit u tun, dass ich als Kind gezwunen war, mir eine Phantasiewelt zurecht zu legen.
Und weil Phantasie und Realität seit damals für mich nie zwei getrennte Welten waren. In der Uni, wo ich von arroganten Schnöseln umgeben war, von reichen rotznäsigen Wohlstandskindern, saß ich oft stundenlang in der Bib, vor mich hin träumend, während ich über den Büchern dahin dämmerte.
Ich glaube, dass es so etwas wie eine implizite Verachtung des Mittelständlers, ganzu zu schwiegen vom Obershcihtling, für den Emporkämmling gibt.
Vielleicht haben wir einen speziellen Geruch an uns, der uns eindeutig identifizierbar macht. Vielleicht ist es nur unsere Art zu gehen, zu reden, zu steehen, zu reden, die uns stigmatisiert.
Auf jeden Fall spürte ich tagtäglich die verachtenden Blicke auf mir ruhen, nur Milisekunden, länger, als sie hätten schauen müssen aber kürzer, als das es nnicht negativ aufgefallen wäre.
Es gibt drei Arten, einen Menschen zu sehen. Die erste ist, ihn gar nicht wahrzunehmen, wie häufig bei Putzfrauen oder Müllmännern. Die zweite Art ist, ihn zu sehen und ihn als Gleichberechtigten anzuerkennen, über den Blick. Die dritte Art liegt dazwischen und ist Ausländern und anderem niederschwelligem Volke wie Tony und mir vorbehalten. Der Blick sagt, ich nehme dich wahr, aber nicht als Gleichgestellten.
Ich wollte nun in die Phantasiewelt meiner Kindheit zurückkehren, wollte mri Geschichten ausdenken und sehen, ob sie Wirklichkeit werden könnten.
Ich bin heute nicht in der Lage, mit anderen Menschen über meine Probleme zu reden. Vielleicht ist das eine der Ursachen dafür, dass meine Träume aufhörten.
Vielleicht hatte es aber damit u tun, dass ich als Kind gezwunen war, mir eine Phantasiewelt zurecht zu legen.
Und weil Phantasie und Realität seit damals für mich nie zwei getrennte Welten waren. In der Uni, wo ich von arroganten Schnöseln umgeben war, von reichen rotznäsigen Wohlstandskindern, saß ich oft stundenlang in der Bib, vor mich hin träumend, während ich über den Büchern dahin dämmerte.
Ich glaube, dass es so etwas wie eine implizite Verachtung des Mittelständlers, ganzu zu schwiegen vom Obershcihtling, für den Emporkämmling gibt.
Vielleicht haben wir einen speziellen Geruch an uns, der uns eindeutig identifizierbar macht. Vielleicht ist es nur unsere Art zu gehen, zu reden, zu steehen, zu reden, die uns stigmatisiert.
Auf jeden Fall spürte ich tagtäglich die verachtenden Blicke auf mir ruhen, nur Milisekunden, länger, als sie hätten schauen müssen aber kürzer, als das es nnicht negativ aufgefallen wäre.
Es gibt drei Arten, einen Menschen zu sehen. Die erste ist, ihn gar nicht wahrzunehmen, wie häufig bei Putzfrauen oder Müllmännern. Die zweite Art ist, ihn zu sehen und ihn als Gleichberechtigten anzuerkennen, über den Blick. Die dritte Art liegt dazwischen und ist Ausländern und anderem niederschwelligem Volke wie Tony und mir vorbehalten. Der Blick sagt, ich nehme dich wahr, aber nicht als Gleichgestellten.
Ich wollte nun in die Phantasiewelt meiner Kindheit zurückkehren, wollte mri Geschichten ausdenken und sehen, ob sie Wirklichkeit werden könnten.
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Freitag, 11. Juli 2008
As I lay Dreaming I
domingos, 10:27h
Ich habe nie viel Geld gehabt. Meine Eltern waren einfache Arbeiter. Mein Vater starb früh, so dass wir mit wenig Geld auskommen mussten.
Wir heizten im Winter nicht, unsere Klamotten waren uralt und ausgewaschen. Taschengeld habe ich nie bekommen. CDs besaß ich keine.
Wenn ich in die Schule kam, erzählten die Leute von Urlauben in Italien, Spanien und sonstwo.
Sie schienen alles zu haben, ich hatte nichts.
Ich begann, mir kleine Lügengeschichten auszudenken, die ich dann immer weiter spinnen musste. Imaginäre Urlaube, eingebildete Besitztümer, Und Unternehmungen, die unsere Familie nie gemacht hatte.
In meiner Phantasie legte ich mir diese Ereignisse zurecht und entdeckte das kleine Universum in meinem Kopf.
Mittlerweile glaube ich, dass ich davon mehr habe als jene Leute, die tatsächlich an jenen Orten gewesen sind, die ich mir im Kopf ausmalte. Ob sie an einem türkischen, einem spanischen oder indischen Strand liegen, macht für sie keinen Unterschied. Billiger Alkohol, Sonne und der gleiche Mist, den sie hier auch essen, das suchen sie in der Ferne.
Wir heizten im Winter nicht, unsere Klamotten waren uralt und ausgewaschen. Taschengeld habe ich nie bekommen. CDs besaß ich keine.
Wenn ich in die Schule kam, erzählten die Leute von Urlauben in Italien, Spanien und sonstwo.
Sie schienen alles zu haben, ich hatte nichts.
Ich begann, mir kleine Lügengeschichten auszudenken, die ich dann immer weiter spinnen musste. Imaginäre Urlaube, eingebildete Besitztümer, Und Unternehmungen, die unsere Familie nie gemacht hatte.
In meiner Phantasie legte ich mir diese Ereignisse zurecht und entdeckte das kleine Universum in meinem Kopf.
Mittlerweile glaube ich, dass ich davon mehr habe als jene Leute, die tatsächlich an jenen Orten gewesen sind, die ich mir im Kopf ausmalte. Ob sie an einem türkischen, einem spanischen oder indischen Strand liegen, macht für sie keinen Unterschied. Billiger Alkohol, Sonne und der gleiche Mist, den sie hier auch essen, das suchen sie in der Ferne.
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Donnerstag, 10. Juli 2008
In Lisas Kopf
domingos, 21:17h
Ich weiß nicht mehr, wann es passiert ist. Wir glauben ja imer gerne an Schlüsselmomente im Leben, aber ich denke, es war eher ein Prozess. Ich entschloss mich eines Morgens, ab heute Menschenfreundlichkeit zu meiner Lebensphilosophie zu erklären.
"Die Menschen" sagte ich zu meinem Bruder, der mich kopfschüttelnd betrachtete, "gieren in unserer Zeit nach Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft." All ihr Geld und ihr Erfolg hat die Menschen weder besser noch glücklicher gemacht.
Ihre alten Bande sind zersprungen: die Dorfgemeinschaft, die Großfamilie, die Nachbarschaft. Alles ist heute so anonym.
Deshalb sind die Menschen so ungücklich. Und deshalb gucken die Leute auch immer so grantig, vor allem Deutschen.
Die Deutschen haben grantig-gucken zur Lebensphilosophie gemacht. Sie drängeln in der U-Bahn, nehmen Anderen die Plätze weg, klauen udn betrügen sich gegenseitg, wo es nur geht.
Ich wollte dabei nciht mehr mitmachen.
Es gibt ja diese lustigen Verhaltensregeln: Ab welcher Entfernung muss man jemandem die Türe noch aufhalten. Ich habe erlebt, wie Leute selbstverständlich mir eine Türe vor der Nase zuschlugen, wahrscheinst war ich 10 cm zu weit von dieser berüchtigten Schwelle entfernt, ab der es sich zu warten lohnt.
Ich fing also an, immer zu lächeln. Ich dachte an unseren letzten Urlaub in Goa, am Strand, und schon fing ich zu strahlen an.
Ich hielt auch Leuten die Türe auf, die in Sicht- aber nicht in Hörweite waren.
Ich bot Leuten meinen Platz an, ich drängelte nicht, schubste nicht.
Ich ließ Leute an der Kasse vor, wenn sie weniger als ich hatten.
Ich bot Leuten meine Hilfe an, wenn sie sien brauchen konnten, dem Blinden, über die Straße zu kommen, der alten Dame beim Einsteigen in den Zug.
Ich lächelte auch Leuten zu, die für Andere http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2008/07/09/unsichtbar/unsichtbar oder ein Ärgernis sind.
Ich erwarte keine Dankbarkeit, und die kommt auch selten. Alles, was man umsonst bekommt, scheint in unserem Land keinen Wert zu haben. Aber und an trifft ein Strahl auf einen Spiegel und ein anderer Mensch erwidert das Lächeln, das Einem den Tag retten kann.
Wie dieses Mädel, das mir in der U-Bahn nur wenige Sekunden in die Augen sah. Wir schienen uns sofort zu verstehen, auf einer Wellenlänge zu sein. Obwohl ich nichts tat außer ihr zuzulächeln und ihren freundlichen Blick zu erwidern, haben wir unser beider Leben um eine schöne Erfahrung erleichtert.
"Die Menschen" sagte ich zu meinem Bruder, der mich kopfschüttelnd betrachtete, "gieren in unserer Zeit nach Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft." All ihr Geld und ihr Erfolg hat die Menschen weder besser noch glücklicher gemacht.
Ihre alten Bande sind zersprungen: die Dorfgemeinschaft, die Großfamilie, die Nachbarschaft. Alles ist heute so anonym.
Deshalb sind die Menschen so ungücklich. Und deshalb gucken die Leute auch immer so grantig, vor allem Deutschen.
Die Deutschen haben grantig-gucken zur Lebensphilosophie gemacht. Sie drängeln in der U-Bahn, nehmen Anderen die Plätze weg, klauen udn betrügen sich gegenseitg, wo es nur geht.
Ich wollte dabei nciht mehr mitmachen.
Es gibt ja diese lustigen Verhaltensregeln: Ab welcher Entfernung muss man jemandem die Türe noch aufhalten. Ich habe erlebt, wie Leute selbstverständlich mir eine Türe vor der Nase zuschlugen, wahrscheinst war ich 10 cm zu weit von dieser berüchtigten Schwelle entfernt, ab der es sich zu warten lohnt.
Ich fing also an, immer zu lächeln. Ich dachte an unseren letzten Urlaub in Goa, am Strand, und schon fing ich zu strahlen an.
Ich hielt auch Leuten die Türe auf, die in Sicht- aber nicht in Hörweite waren.
Ich bot Leuten meinen Platz an, ich drängelte nicht, schubste nicht.
Ich ließ Leute an der Kasse vor, wenn sie weniger als ich hatten.
Ich bot Leuten meine Hilfe an, wenn sie sien brauchen konnten, dem Blinden, über die Straße zu kommen, der alten Dame beim Einsteigen in den Zug.
Ich lächelte auch Leuten zu, die für Andere http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2008/07/09/unsichtbar/unsichtbar oder ein Ärgernis sind.
Ich erwarte keine Dankbarkeit, und die kommt auch selten. Alles, was man umsonst bekommt, scheint in unserem Land keinen Wert zu haben. Aber und an trifft ein Strahl auf einen Spiegel und ein anderer Mensch erwidert das Lächeln, das Einem den Tag retten kann.
Wie dieses Mädel, das mir in der U-Bahn nur wenige Sekunden in die Augen sah. Wir schienen uns sofort zu verstehen, auf einer Wellenlänge zu sein. Obwohl ich nichts tat außer ihr zuzulächeln und ihren freundlichen Blick zu erwidern, haben wir unser beider Leben um eine schöne Erfahrung erleichtert.
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